Der Bundesverband Kanu wurde durch Fusion in Marburg neu gegründet.
Durch die Fusion der beiden Verbände, der Bundesvereinigung Kanutouristik e.V. (BKT) und dem Verband Deutsche Kanu- und Outdoorschulung e.V. (VDKS) wurde der neue Dachverband der gesamten Kanubranche, der Bundesverband Kanu (BVKanu) in Marburg gegründet. Erstmalig sind damit der Kanutourismus, die Kanuausbildung und die Kanuwirtschaft unter einem Dach vereint. Mit dem Slogan Naturschutz, Qualität, Professionalität, Sicherheit und Netzwerkbildung wird der Verband sich mit vollem Elan seinen Herausforderungen stellen.
Einstimmig stimmten die Mitglieder während der zweitägigen Versammlung der Verschmelzung beider Verbände zu und beschlossen außerdem den Verband um die Sparten Handel, Herstellung und Import von Kanus zu erweitern. Einzelmitglieder aus der Branche werden nun auch im Gesamtverband begrüßt. Der Verband wird seine Geschäftsstelle weiterhin in Marburg betreiben und die in selbiger Funktion seit Jahren für die BKT tätige Geschäftsführerin, Anja Gretzschel, wird diese leiten.
Der neue Bundesverband Kanu gliedert sich in die Fachbereiche Tourismus, Kanuschulen, Hersteller/Importeure, Handel sowie den Fachbereich für Einzelmitglieder. Weitere Ausschüsse widmen sich den Themen Qualität sowie Ausbildung. Verschiedene Referate werden sich um regionale Aufgaben, sowie dem Marketing widmen. Zusätzlich wurde ein Referat für die Interessenten des jungen Kanusegments Stand up Paddling (SUP) eingerichtet.

„Ich bin froh und zufrieden, dass wir nach jahrelanger Vorbereitung und intensiven Diskussionen, nun einen Verband auf der politischen Bühne aktivieren, der sämtliche Interessen der Kanubranche vertritt“, so die Vorsitzende Isenberg. Zweck des Verbandes ist die Entwicklung und Umsetzung von Konzepten für eine naturverträgliche und nachhaltige Förderung des Kanutourismus, der Kanuausbildung, der Kanuwirtschaft und des Kanusports.
Zahlreiche neue Mitglieder wurden schon auf der Fusionsversammlung begrüßt. Neu für den Verband ist auch, dass er sich über die deutschen Grenzen hinaus politisch engagieren wird. So sind neben den deutschen Mitgliedern zahlreiche Firmen im schweizer, österreichischen sowie luxemburgischen Raum beheimatet. Für alle relevanten Regionen, in denen Kanutourismus und Kanusport betrieben werden, wurden Regionalreferate eingerichtet, die sich der spezifischen Probleme der jeweiligen Regionen annehmen.
Der Verband kann auf ein kompetentes Team zurück greifen, blicken doch beide Verbände zusammen auf insgesamt 40 Jahre Vertretung der Kanubranche zurück und verfügen somit über einen umfassenden Erfahrungsschatz. Der VDKS mit 25 Jahren Erfahrung in der professionellen Kanuschulung und die BKT mit 15 Jahren politischer Arbeit im Kanutourismus.Für die Mitglieder des neuen Verbandes ergeben sich Synergieeffekte sowohl in der politischen Arbeit für die Kanubranche als auch durch die Zusammenarbeit der verschiedenen Firmen untereinander. So wird der BVKanu mit stärkerem Rückgrat in die politische Diskussion über Befahrensregelungen auf Gewässern und über die aktuelle Diskussion zum Status von Bundeswasserstraßen in Deutschland gehen. Auch die vom Verband angestrebte Qualitätsoffensive und die Entwicklung eines einheitlichen, bundesweiten Ausbildungskonzeptes stehen im Vordergrund der Aktivitäten. Froh ist die erste Vorsitzende, Isenberg auch, „dass wir das Bundeslehrteam des VDKS in den Fachbereich Ausbildung des BVKanu integrieren konnten und auf deren Kompetenz zurückgreifen können.“ Sie zeigte sich auch zufrieden, dass sich der Ausschuss für Qualität, der in der BKT das Viabono Qualitäts- und Umweltsiegel für den Kanutourismus erarbeitet hat, im BVKanu einer neuen Herausforderung stellt.
